Die Reformation geht weiter...

Die Reformation geht weiter … und Veranstaltungen zum Thema wird es auch im Jahr 2018 geben.
In der Zeit vom 24. April bis 06. Mai haben wir acht Reformatorinnen bei uns zu Gast, denn in dieser Zeit wird die Ausstellung: „Reformatorinnen. Seit 1517“ in und um unsere Gnadenkirche zu sehen sein. Diese Ausstellung, die aus Anlass des Reformationsjubiläumsjahres ins Leben gerufen wurde, beschränkt sich nicht nur auf eine historische Sicht, sondern richtet den Blick auch auf die Gegenwart und in die Zukunft. Denn Frauen, die die Kirche reformierten oder reformieren, die gab und gibt es. In der Ausstellung werden bedeutende Frauen der Reformation vorgestellt. Ausgewählt wurden drei Gruppen, erläutert Irene Diller, Theologin in der Gender- und Gleichstellungsstelle der Evangelischen Kirche im Rheinland, die das Projekt entwickelt und realisiert hat. Erstens Frauen, die als Schriftstellerinnen theologisch gearbeitet haben, wie Argula von Grumbach. Sie verfasste Flugschriften in hohen Auflagen, „die mit denen von Luther durchaus mithalten können“, so Diller. Zweitens Herrscherinnen, die beherzt das umsetzten, was sie für wahr und richtig hielten, wie Elisabeth von Calenberg-Göttingen. Die Herzogin habe eine Landeskirchenordnung und die erste protestantische Staatsethik verfasst.
Drittens Ehefrauen von Reformatoren, die wie Luthers Frau Katharina von Bora das reformatorische Wirken unterstützten und beförderten. „Später kamen andere Rollen hinzu, die Frauen wahrnehmen konnten und in denen sie die Kirche weiterhin reformierten“, so Diller. Deshalb gehörten auch Friederike Fliedner, die Mitbegründerin der Kaiserswerther Schwesternschaft, die erste ordinierte Theologin der rheinischen Kirche, Pfarrerin Ilse Härter, und die Theologin Dorothee Sölle in die Ausstellung.

Lebensgroße Figuren

Acht Reformatorinnen werden als lebensgroße Holzfiguren zu sehen sein. Und wer mag, kann sich auf einer Bank auch einmal neben sie setzen und ihnen so auf Augenhöhe begegnen. Selfies mit Reformatorinnen sind übrigens erlaubt. Ergänzend zu den lebensgroßen Holzfiguren gibt es einige Informationstafeln sowie Audios, die über QR-Codes auf den Rückseiten der Figuren und Tafeln abgerufen werden können, sowie auf der Internetseite www.reformatorinnen.de. Die multimediale Ausstellung wurde finanziell gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Sie war im letzten Jahr bereits an rund vierzig Orten zu sehen und kann jetzt auch für Kirchengemeinden ausgeliehen werden.
So haben auch wir die Reformatorinnen zu Gast und laden Sie und euch ganz herzlich ein, ihnen zu begegnen.

Öffnungszeiten der Ausstellung „Reformatorinnen“ vom 24.04. - 06.05.2018
Di 24. 04. 17.00 – 19.00 Uhr
Di 01.05. 12.00 – 16.00 Uhr
donnerstags 16.00 – 20.00 Uhr
freitags 11.00 – 13.00 Uhr
samstags geschlossen
sonntags 11.00 – 13.00 Uhr
montags geschlossen