Glockenläuten zum Vater unser

Dass Seelsorge bedeuten kann, zueinander auf Abstand zu gehen, widerspricht zutiefst unserm Empfinden – aber es ist zur Zeit das Gebot der Stunde. Trotz des notwendigen Abstands möchten wir Sie nicht alleine lassen und unsere Verbundenheit aufrecht erhalten auf den Wegen, die möglich sind. Eine dieser Möglichkeiten ist, gemeinsam das Gebet zu sprechen, das Jesus uns geschenkt hat.
Wir können es gemeinsam beten, auch wenn wir nicht zusammen sind. Dazu werden wir sonntags die Vater-unser-Glocke läuten, zu der Zeit, zu der wir sonst in unseren Gottesdiensten in der Regel dieses Gebet nach den Fürbitten sprechen – das heißt für uns in Neumühl 10.15 Uhr. Achten Sie doch einfach darauf, wann Sie die Glocke hören und stimmen dann für sich mit ein in das gemeinsame Gebet.

Vater unser im Himmel
geheiligt werde dein Name.
dein Reich komme.
dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.


Matthäusevangelium 6,9-13

Als wir vor kurzem im Konfirmandenunterricht über den Ablauf des Gottesdienstes sprachen, wunderte sich eine Konfirmandin darüber, dass immer dann das Glockenläuten „stört“, wenn wir gerade beten. Dass diese „Störung“ eine Einladung an all diejenigen ist, die nicht zur Kirche kommen konnten, nun doch in der Gemeinschaft mitbeten zu können, war für die Konfirmandin eine akzeptable Erklärung. Lassen Sie sich doch von diesem Glockenläuten auch ruhig „stören“ bei dem, was Sie gerade tun und beten Sie mit, in innerer Verbundenheit zu denen, die es genauso tun.
Herzlichst Anja Buchmüller-Brand


Ausserdem:
Jeden Abend um 19.30 Uhr Kerze anzüden und gemeinsam Beten beim Glockengeläut, mehr dazu hier.

Die Glocken unserer Neumühler Gnadenkirche